In 10 Schritten zum Erfolg mit M-Commerce

In 10 Schritten zum Erfolg mit M-Commerce

Die meisten Onlineshops sind auf Zugriffe via Smartphone und Tablet bereits ausgerichtet, doch viele Einkaufswelten haben einen deutlichen Nachholbedarf. Denn: Überzeugt der mobile Webauftritt nicht in kürzester Zeit, ist der Bestands- oder potenzielle Neukunde Geschichte. Steffen Lüdtke von Neofonie Mobile verrät im Blogbeitrag, wie Shop-Besitzer in nur 10 Schritten die perfekte, mobile Einkaufswelt gestalten können und zum Erfolg bringen.

1. Erst Anforderungen identifizieren, dann Technologie wählen

„Mobile Webseite, responsives Design oder browserbasierte Web-App?“ – Diese Frage dominiert, wenn es darum geht in den M-Commerce erfolgversprechend vorzustoßen. Mit Progressive Web-Apps (PWA) und Accelerated Mobile Pages (AMP) gelangen zudem neue Technologien in den Vordergrund, schon allein aus Google-Ranking-Sicht und Performance-Vorteilen. Auch über native Apps sollten Entscheider nachdenken. Sie sind aber nicht zwingend notwendig, denn die Anforderungen entscheiden über die Technologie und nicht andersrum!

2. Schlanke User Journey = wiederkehrende Produktkäufer

Der Nutzer möchte mit wenigen Klicks oder Wischbewegungen zum Ziel gelangen: seien es benötigte Unternehmensinformationen, zum Onlineshop oder direkt zum Produkt. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die User Journey schneller endet als sie angefangen hat. Erfahrungsgemäß ist es ideal, wenn der User sein Ziel in unter fünf Klicks erreicht, wie zum Beispiel den Abschluss einer Produktbestellung.

3. Übersichtliche Seiten für höheres Kaufinteresse

Mobil-optimierte Webseiten-Layouts sind gut, doch oftmals scheitern Produktkataloge und Übersichtsseiten an schier unendlichem Scrollen. Die vertikale Navigation durch den Onlineshop sollte daher möglichst kurz gehalten und eher mehrere Produktseiten und entsprechende Filter-Mechanismen implementiert werden. Dadurch steigern M-Commerce-Plattformen das Käuferinteresse.

4. Geschwindigkeit als Schlüssel – optimierte Mediendateien

Lange Ladezeiten zählen für den Endverbraucher zu den größten Abbrüchen beim Beschaffen von Produktinformationen bzw. beim tatsächlichen Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung. Dieser Faktor spielt vor allem beim Shoppen von unterwegs, aufgrund von provider-spezifischen Datenvolumina, eine wesentliche Rolle. Mobil-optimierte Bilder, Videos und Audiodateien sorgen für schnelle Zugriffzeiten, niedrige Roamingkosten und erhöhen die Bereitschaft beim Endverbraucher, sich über das Produktangebot des Shops detailliert zu informieren oder einen Kauf zu tätigen.

5. Mit relevanten Informationen die Zielgruppe erreichen

Umfangreiche Informationen sind für den Kunden wichtig, genauso wichtig ist es aber auch schnell auf den Punkt zu kommen. Gemischt mit mobil-optimierten Inhalten, reicht es oftmals, anstelle von ausführlichen Beschreibungen, kurze aber erschöpfende Produktinformationen anzubieten.

6. „Alles in einer Hand“: Ökosystem erschaffen

Neue Browser-Tabs, das Öffnen externer Apps – sobald der Endverbraucher beginnt zwischen den Anwendungen zu springen, sinkt die Aufmerksamkeit und schlussendlich das Kaufinteresse. Wichtig ist, dass der Nutzer alle begleitenden Services direkt auf der Seite findet und diese auch nutzen kann. Angefangen beim Login über Social Media-Plattformen bis hin zum Kaufabschluss über Payment-Provider – ideal ist es, wenn diese Services über die eine Seite ablaufen und ein Ökosystem darstellen. Im Bereich von Ökosystem-Apps zählt Runtastic zu den Vorreitern. Die native App bündelt mehrere unterschiedliche Services, darunter auch die Zahlungsabwicklung. Ein weiteres Beispiel ist der Messenger WeChat, der vor allem im asiatischen Raum sehr beliebt ist und zahlreiche Funktionalitäten fernab des Messagings bietet.

7. Flexibel Kunden erreichen – Impuls durch Push-Benachrichtigungen

Push-Benachrichtigungen stellen vor allem bei nativen Apps eine ideale Möglichkeit dar, den Endverbraucher stets über Produktupdates oder Sonderangebote zu informieren. Jede Zielgruppe ist anders und anhand der Interaktion sind die Resonanz, das Kundeninteresse und deren Gewohnheiten einsehbar. Auch Progressive Web Apps stellen diese Funktionen zur Verfügung, wodurch Onlinehändler auch ohne native App Kaufimpulse setzen können.

8. Personalisierte Inhalte für eine zielgerichtete Kundenansprache

Spätestens mit einem Nutzer-Login erhalten Onlineshops zahlreiche Möglichkeiten, das Informations- und Produktangebot flexibel anzupassen. Durch die Angaben von beispielsweise Alter, Geschlecht und Wohnort, lässt sich das Inhalts- und Produktangebot nutzerspezifisch anpassen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Anzeige geschlechtsspezifischer Kleidungsartikel. Neben diesen individuellen Produktkatalogen, erlauben auch zugeschnittene Push-Benachrichtigungen die direkte Ansprache von ausgewählten Zielgruppen.

9. Testen zur Erfolgsmessung bei verschiedenen Zielgruppen

Die Zielgruppe kennenzulernen und sich in sie hineinzuversetzen, stellt oftmals eine große Herausforderung dar. Aus diesem Grund sorgen regelmäßige Änderungen am Layout, den Preisen oder integrierter Werbemaßnahmen des mobil-optimierten Onlineshops für eine bessere Analyse der Kundeninteressen. Schon allein durch kleine Änderungen am Layout können Nutzerinteraktionen unterschiedlicher Zielgruppen Aufschluss über Kaufinteressen geben.

10. Einheitlichkeit statt Verwirrung – Cross Channel Marketing

Vom stationären Geschäft über einen E-Commerce-Shop bis hin zur mobilen Lösung – wichtig ist, dass alle Kanäle miteinander verbunden sind. Der potenzielle Käufer möchte offline und online abgeholt werden und lässt sich über Cross Channel Marketing zielführend überzeugen. Dabei ist es wichtig, dass sich die Kanäle ergänzen, einen Mehrwert bieten und die Nutzerinteraktion anregen.

Veröffentlicht am 8. Februar 2018, aktualisiert am 05. Oktober 2020

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Steffen Lüdtke

Steffen Lüdtke

Steffen hat seine Leidenschaft für IT zum Beruf gemacht, erst als IT-Systemkaufmann, später mit seinem Wirtschaftsinformatik Studium. In seiner mittlerweile zehnjährigen Berufserfahrung setzt er sich tagtäglich mit programmatischen Ansätzen und unterschiedlichen Technologien auseinander. Zielgerichtet und zukunftsorientiert beriet er als Business Development Manager der Neofonie Mobile Unternehmen, die die digitale, mobile Wertschöpfung stärken wollen.

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