IT-Trends 2016:
Das sind die Top-Themen

11. Dezember 2015

Whitepaper Textanalyse aus der WolkeNewsportale informieren uns tagtäglich über die neusten Entwicklungen in sämtlichen Branchen weltweit. Ein Großteil dieser News beeinflusst unsere Einstellungen und potenziellen Entscheidungen bezüglich kommender Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Co. Besonders zum Ende des Jahres ist es spannend zu rekapitulieren, welche Themen besondere Brisanz in den Medien hatten. Journalisten und Redakteure greifen in ihren Artikeln nicht nur Trends auf, sondern lassen auch Tendenzen für die bevorstehenden Top-Themen erkennen. Neofonie hat 14 deutschsprachige Portale für IT-News analysiert, die zusammen über 40 Mio. Mal pro Monat aufgerufen werden (Page Impressions), und zusätzlich sechs Technologie-Experten aus dem eigenen Haus befragt, um herauszufinden, wo die Reise 2016 hingeht.

Reaktive Programmierung wird salonfähig

Andre Leichsenring - NeofonieAndré Leichsenring, Head of Projects: „Plattformen wie Node.js und Vert.x haben ihre Praxistauglichkeit bewiesen. Reaktive Applikationen und Architekturen werden im Jahr 2016 weiter zunehmen. In diesem Bereich, aber auch generell, wird die Bedeutung von JavaScript weiter zunehmen, da sie bereits heute auf den unterschiedlichsten Geräte-Plattformen verfügbar ist und auch langfristig im Internet-of-Things und In-Car Systemen als kleinster gemeinsamer Nenner in der Programmierung dienen kann.“

 

 

JavaScript” war mit 1.700 Nennungen im Jahr 2015  in den Redaktionen sehr beliebt und wird auch im nächsten Jahr eines der Evergreens bleiben. Im Bereich der reaktiven Plattformen wird “Vert.x” im Vergleich zu “Node.js” -hierzu gab es 459 Nennungen- in den IT-Medien noch! relativ stiefmütterlich behandelt. Die Tendenz ist jedoch eindeutig und lässt vermuten, dass in 2016 verstärkt “Vert.x” erwähnt werden wird.

Agilität in allen Bereichen

Ender ÖzgürEnder Özgür, Head of Software Factories: “Agile Methoden und Konzepte wie Scrum, Kanban oder DevOps werden weiterhin integraler Bestandteil in der Projektarbeit mit unseren Kunden sein. Dabei werden neue Best-Practices aus der agilen Community und technische Weiterentwicklungen im Bereich Continuous Delivery wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche Produkte schaffen.“

 

 Im Bereich der agilen Projektmanagement Methoden haben “Scrum” und “Kanban” ihren festen Platz, obgleich “Scrum” im Vergleich zu” Kanban” rund dreimal so viele Nennungen in redaktionellen Beiträgen erhielt. In der Presse wurde “Scrum“ insgesamt 191 Mal thematisiert. Der Begriff “Agile” wurde 140 Mal aufgegriffen und lässt eine eindeutige Tendenz für 2016 erkennen: Der Stellenwert des Begriffs in den Redaktionen nimmt weiter zu.

Please touch the running system

Andre HirsingerAndré Hirsinger, Technical Chief of ASP: “Trotz hoher Anforderungen im Bereich 24×7 Verfügbarkeit, gibt es eine deutliche Tendenz weg vom konservativen statischen „don’t touch a running system“ hin zu einer agilen Herangehensweise. Hier überwiegt der Vorteil kürzerer Entwicklungszyklen. Zusätzlich resultiert daraus aber auch eine Architekturanforderung, weg vom Monolithen und hin zu kleinteiligen Microservices. Container-Technologien etablieren sich in diesem Kontext zunehmend.”

 

Die Analyse der IT-Newsportale hat ergeben, dass “Microservices” in den IT-Medien 2015 ein Dauerthema ist. Über “DevOps” wurde seit dem Sommer 2015 deutlich verstärkt berichtet – Tendenz steigend. Im November ist “DevOps” mit insgesamt 552 Nennungen am Thema “Microservices” mit 486 Erwähnungen sogar vorbeigezogen. “Docker” war das Lieblingsthema der IT-Redaktionen im ersten Halbjahr und hat sich seit Mitte des Jahres zu Gunsten von “Container”-Technologien im Allgemeinen verschoben. “Docker” wurde 1.205 Mal genannt!

Die Informationen sind überall

Stefan Gerstmeier - Neofonie MobileStefan Gerstmeier, COO, Neofonie Mobile: „Mobile Endgeräte sind aus unserem privaten und beruflichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Zahl der intelligenten, mit Sensoren ausgestatteten Endgeräte, wird in 2016 massiv zunehmen und unterschiedlichste Informationen erfassen. Durch das Zusammenspiel und die Interaktion der Endgeräte untereinander, entsteht das “Information-of-Everything”. Im passenden Kontext können diese Informationen echte Mehrwerte für mobile Nutzer schaffen. Diese veränderte Technologie- und Datenlandschaft wird im kommenden Jahr verstärkt die App-Entwicklung beeinflussen.“

 

 Über die Schnittstellen “Bluetooth” und “NFC” wird in redaktionellen Beiträgen regelmäßig geschrieben. Während “NFC” mit 576 Nennungen über das gesamte Jahr betrachtet stagniert, wird “Bluetooth” rund dreifach so häufig genannt – Tendenz steigend. “IoT”, die Abkürzung für Internet-of-Things, schafft es in 2015 auf 908 Nennungen, noch vor “VR”, das für Virtual Reality steht, mit 656 Erwähnungen.

Mehr Freiraum durch adaptives Design

Gunnar Graupner - NeofonieGunnar Graupner, Head of UX: „Es kommen immer mehr mobile Endgeräte mit unterschiedlichen Displaygrößen auf den Markt. Ganz gleich ob Smartwatch oder Tablet, die gute User Experience (UX), muss auf die unterschiedlichen Device-Größen reagieren. Diese Herausforderung wird sich 2016 vervielfachen. Herkömmliche Responsive Design Verfahren stoßen an ihre Grenzen. Der Trend geht in Richtung Adaptive Designs. Nutzungskontext und Device-spezifische Eigenschaften und Features können bei diesem Ansatz besser in Einklang gebracht werden.“

 

  IT-News Portale haben in 2015 deutlich häufiger über “Responsive” als über “Adaptive” geschrieben. Es ist jedoch ein stetig steigendes Interesse zugunsten von “Adaptive” zu beobachten.

 

Smart sind nicht Daten, sondern die Fähigkeit Daten zu analysieren

Peter Adolphs - NeofoniePeter Adolphs, Head of Research: „In Textdokumenten wie beispielsweise redaktionellen Artikeln, stecken wertvolle Informationen, die Sie sich mit sogenannten Textmining-Technologien automatisiert analysieren lassen. Semantische Technologien sind mittlerweile im Alltag angekommen und wirken im Hintergrund, sei es bei Suche von Texten, digitalen Assistenten, der Ausspielung von passgenauer Werbung oder inhaltsbasierter Empfehlung. Sie ergänzen damit statistische Verfahren, wie maschinelles Lernen. Spannend wird es, wie 2016 semantische Technologien helfen werden, nicht-textuelle Inhalte wie Bilder oder Videos anzureichern und zu strukturieren.”

 

 Die Datenanalyse hat viele Ausprägungen. Wenn große Datenmengen aus unterschiedlichen Datenquellen quasi in Echtzeit zu relevanten Informationen führen, spricht man von „Big Data“. Auf IT-News-Portalen wurde seit Januar über 1000 Mal über „Big Data“ geschrieben. Das starke Interesse seitens der Redakteure wird in den nächsten Monaten mit rund 100 Erwähnungen monatlich tendenziell weiter stabil bleiben. „Smart Data“ hingegen hat mit gerade mal 43 Nennungen seit Januar in den IT-Medien kaum Interesse geweckt.

 

Neofonie zählt bundesweit zu den führenden Spezialisten im Bereich der Textanalyse. Auch im weltweiten Vergleich kann sich das Berliner IT-Unternehmen sehen lassen: Beim „Entity Recognition and Disambiguation Challenge 2014“ von Microsoft und Google belegte Neofonie weltweit den sechsten Platz, in puncto Geschwindigkeit sogar den zweiten. Das Know-how bringt Neofonie regelmäßig in Forschungsprojekte ein. So auch in “News-Stream 3.0”, einem Forschungsprojekt des Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Gemeinsam mit den Partnern Fraunhofer IAIS, Deutsche Welle und dpa-infocom entsteht eine Big Data Infrastruktur für Journalisten.

 

Im Whitepaper “Textanalyse aus der Wolke” erhalten Sie einen ausführlichen Überblick über Möglichkeiten, Herausforderungen und Techniken der semantischen Textanalyse mit konkreten Beispielen. Zum kostenlosen Whitepaper.

Über Neofonie

Neofonie ist führender Full Service Dienstleister für IT-, Web- und mobile Lösungen, von der Beratung und Konzeption über Design und Entwicklung bis hin zum Betrieb. 180 Mitarbeiter von Neofonie und dem Tochterunternehmen Neofonie Mobile in Berlin und Hamburg entwickeln Next Generation-Lösungen für Kunden wie eBay, LEICA, Wort & Bild Verlag, whitewall.de, SUPER RTL, Audi, Deutsche Post und TUI. Neofonie wurde 1998 im Zuge der Entwicklung der ersten deutschen Suchmaschine “Fireball” gegründet.

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