E-Commerce: semantische Empfehlungssysteme als Schlüssel für mehr Umsätze im Online-Shop

21. November 2011

 „Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren“. Wer kennt diesen Satz nicht, wenn er jemals etwas in einem Online-Shop gekauft hat. Und tatsächlich ist man immer wieder verblüfft, wie gut Amazon und Co die eigenen Vorlieben zu kennen scheinen. Das Problem ist nur, nicht immer machen die Empfehlungen auch Sinn. Eine Lösung bieten neuartige semantische Empfehlungssysteme, die gerade den Sprung von der Grundlagenforschung in die Anwendung geschafft haben. Deren Praxistauglichkeit konnte Neofonie gemeinsam mit dem DAI-Labor an der Technischen Universität Berlin im Forschungsprojekt SERUM eindrucksvoll belegen.

Empfehlungssysteme der nächsten Generation

Derzeit basieren die gängigen Empfehlungssysteme in Online-Shops vor allen Dingen auf statistischen Auswertungsverfahren. Berechnet werden lediglich Ähnlichkeiten zwischen Nutzerverhalten oder Produkteigenschaften. Die Folge ist, dass den Nutzern immer wieder Produkte vorgeschlagen werden, die sie entweder schon gekauft haben oder die bereits gekauften Artikeln so ähnlich sind, dass sie dem potenziellen Käufer keinen Mehrwert mehr bieten. So macht es beispielsweise keinen Sinn, die gebundene Ausgabe eines Romans vorzuschlagen, wenn man gerade die Taschenbuchausgabe davon erworben hat.

Kern des Problems ist eine prinzipielle „Unwissenheit“ des Systems über Bedeutungszusammenhänge von Produkten oder Interessen in der realen Welt. Empfehlungssysteme der nächsten Generation setzen daher auf semantische Web-Technologien, die in der Lage sind, Hintergrundwissen zu bestimmten Themengebieten wie Musik, Literatur oder beispielsweise Computertechnik zu nutzen, um die errechneten Ähnlichkeiten oder Unterschiede empfohlener Artikel richtig zu interpretieren.

 

Anwendungsreife Forschungsergebnisse

Im Forschungsprojekt SERUM, das erst jüngst zu Ende gegangen ist, wurde der Einsatz semantischer Web-Technologien gerade für dieses Szenario erfolgreich erprobt. SERUM steht für SEmantic Recommendation and Unstructured data Management. Im Projekt ist die Grundlage für ein semantisches Empfehlungssystem geschaffen worden, das basierend auf einer semantischen Analyse von Benutzerverhalten und Nachrichtentexten hochqualitative Empfehlungen berechnet. Ziel war es, ein System zu entwickeln, das unabhängig vom spezifischen Anwendungsfall Empfehlungen aus unterschiedlichen Domänen wie z.B. Musik ermittelt.

Dazu wurde im Rahmen des Projekts ein Online-Demonstrator entwickelt, der Empfehlungen zu Künstlern aus der Musikbranche anbietet. Über die Suchbox können je nach Interesse Künstler ausgewählt werden. Anschließend werden entsprechend der getroffenen Auswahl weitere relevante Künstler in Form eines interaktiven Graphen empfohlen. Zudem werden dem Anwender aktuelle Nachrichten präsentiert, die zum ausgewählten Künstler passen. Gleichzeitig kann er sich ein Portfolio von Künstlern zusammenstellen, die ihn am meisten interessieren, wodurch sich der Nachrichtenstrom entsprechend der eigenen Vorlieben ändert.

PROJEKTDATEN SERUM

SERUM ist ein Kooperationsprojekt des DAI-Labors und der Neofonie GmbH und wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Das Projekt wurde nach einer 20 Monate dauernden Projektlaufzeit am 31.10.2011 von beiden Partnern erfolgreich abgeschlossen und kann nun in die Verwertungsphase übergehen. Damit unterstreicht Neofonie den Anspruch, auch in Zukunft für seine Kunden Pionierarbeit zu leisten auf dem Gebiet der Entwicklung einer neuen Generation von Diensten und Produkten.

Interessenten, die den Online-Demonstrator gerne testen möchten, fordern ihre Zugangsdaten an per Mail: serum-demonstrator@neofonie.de

 

Mehr zu unserer Forschungsarbeit

 

 

Über Neofonie

Neofonie  ist führender Fullservice-Dienstleister für IT-, Web- und mobile Lösungen, von der Beratung und Konzeption über Design und Entwicklung bis hin zum Betrieb. 180 Mitarbeiter von Neofonie und dem Tochterunternehmen Neofonie Mobile in Berlin und Hamburg entwickeln Next Generation-Lösungen für Kunden wie Wort & Bild Verlag, whitewall.de, AUDI, LEICA und SUPER RTL. Neofonie wurde 1998 im Zuge der Entwicklung der ersten deutschen Suchmaschine “Fireball” gegründet.

Presseverteiler

Gerne informieren wir Sie als Vertreter der Presse regelmäßig mit unseren Pressemeldungen. Senden Sie uns dazu eine E-Mail an presse@neofonie.de

Ihre Ansprechpartner

Anja Unterberger-Schneck
Anja Unterberger-Schneck
Marketing Managerin
neofonie GmbH
neofonie GmbH
Robert-Koch-Platz 4
10115 Berlin
Germany
Sinan Arslan
Sinan Arslan
Marketing & PR
neofonie GmbH
neofonie GmbH
Robert-Koch-Platz 4
10115 Berlin
Germany

Tweets

User-Logo
Neofonie GmbH  @neofonie
shopware ist das weitverbreitetste Shopsystem in Deutschland. Als @shopware Partner gratulieren wir. https://t.co/qGtQXlAZrD #ecommerce @t3n 

Über Neofonie

Neofonie konzipiert und entwickelt individuelle Softwarelösungen und Businessanwendungen für Web, Mobile und IT.

Als IT Dienstleister unterstützen wir Sie bei der digitalen Transformation und setzen crossmediale Lösungen um. Wir entwickeln plattform- und channelübergreifend und betreuen Sie von der Beratung und Konzeption über Design und Entwicklung bis hin zum Betrieb & Hosting.

Mit Erfahrung seit 1998 aus über 500 Projekten setzen wir agil und auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnittene Lösungen um, die höchsten Qualitätsansprüchen entsprechen und durch innovative Ideen überzeugen.

Unsere Kompetenzfelder reichen von Web-Portale, Content-Management-Systeme und E-Commerce Lösungen über Data Analytics, Text Mining und Suche bis hin zu mobilen Lösungen für Tablets und Smartphones.